Die 'Inter Dart Championship' war am Ende der Erfolg , den wir uns eigentlich erhofften. Obwohl das Turnier am Freitag denkbar schlecht begann, sind alle Beteiligten am Sonntag mit dem Gefühl nach Hause gefahren, dass da etwas wirklich tolles für unsere Dartspieler entsteht.
Die Vertreter der Nationen waren sich einig, im nächsten Jahr wieder eine Veranstaltung auf dieser Basis zu organisieren. Nachdem es Interesse von weiteren mindestens vier europäischen Verbänden gibt, beim nächsten Mal mitzumachen, wird schon zu Beginn des Jahres 2009 mit der Organisation dafür begonnen.
Ich möchte mich hier in meinem und auch im Namen von Stefan Oberhöller von der FEDI bei unseren deutschen Verbandskollegen bedanken, die das Vertrauen in unser Event und unsere Idee hatten und jetzt noch mehr haben.
Das Turnier als solches zu bewerten, fällt auf Grund der denkbar schlechten Voraussetzungen am Freitag recht schwer, aber wir haben trotz großer Terminnot die Bewerbe mit fix ausgeschriebenem Preisgeld ausgetragen.
Aber jetzt der Reihe nach.
Freitag, 12. Dezember 2008
Die Hiobsbotschaften der Wetterdienste erreichen uns praktisch stündlich.
Ein LKW mit 35 Dartgeräten steckt in Sillian fest, die Straße nach Bruneck ist auf unbestimmte Zeit gesperrt. Wie wir kurz darauf erfahren, sind dort auch etliche Dartspieler eingeschneit. Einige ziehen es vor, wieder nach Hause zu fahren. Es ist ihnen wirklich nicht zu verdenken. Wir können den Bus aus Wien noch informieren, dass sie den Umweg über Salzburg und den Brenner nehmen müssen. Es sollte später eine 12-stündige Marathonreise werden.
Auch ein LKW aus Florenz ist schon am Donnerstag mit großer Verspätung in Bruneck eingetroffen. Er hatte die Teppiche an Board, mit denen die Halle ausgelegt wurde.
Bald war klar, dass die Freitag-Bewerbe teils verschoben und teils abgesagt werden mußten. Aber das waren leider nicht die einzigen Probleme an diesem 'schwarzen Freitag'.
Als dann um ca.17.30 Uhr endlich das Warm Up startete, stellte sich der erste Stromausfall ein. Es sollten später noch ca. 15 (!!!) folgen. Ich konnte Stefan davon überzeugen, dass dringend ein Professionist her muss, der dieses Problem behebt. Auch das hatten wir dann endlich in den Griff bekommen.
Und zu guter Letzt gab es dann im Turnierprogramm des Herren Doppels einen Totalkollaps.
Wir entschlossen uns, das Turnier um ca. 2.00 Uhr nachts abzubrechen und am nächsten Morgen um 8.30 Uhr weiter zu spielen.
Samstag, 13. Dezember 2008
Jetzt war auch schon klar, dass der Zeitplan des Samstag nicht gehalten werden kann. Wir entschloßen uns, das Herren Doppel fertig zu spielen und dann mit dem Nationencup fortzusetzen.
Gott sei Dank lief ab nun alles reibungslos und um ca. 15.00 Uhr startete der Nationencup.
Der Einzug der Nationen mit Bundeshymne, Fahne und einheitlichen Nationaldressen entschädigte dann aber Alle für die große Verzögerung. Es wurde in allen 3 Level mit großer Leidenschaft für das jeweilige Land gespielt. Leider kam es dabei manchmal auch zu Disziplinlosigkeiten dem anderen Teilnehmerland gegenüber, die wir sicher vor dem nächsten Event mit den betroffennen Spielerinnen und Spielern besprechen werden. Es sollte nämlich jeden klar sein, dass das ganze hauptsächlich aus Spass am Spiel stattfinden soll und das auch Spieler aus einem anderen Land respektiert werden wollen. Das betrifft aber Gott sei Dank nur einen kleinen Teil der Spieler.
Die Cricket-Bewerbe ließen sich dann aus Zeitmangel leider auch nicht mehr am Samstag durchführen und wir entschloßen uns, diese Bewerbe am Sonntag zusammen mit dem Tripple Mixed durchzuführen.
Es entwickelten sich vor allen in den Einzel-Bewerben spannende Spiele, es war auch ein Großteil der Top-Elektronikdartspieler vertreten. Am Siegerbild im Herren Einzel: Pecjak Seba - Slowenien (2.Platz), Schnier Hannes - Österreich (1.Platz), Suljovic Mensur - Österreich (3.Platz) und Lambert Schluga - Deutschland (4.Platz).
Sonntag, 14. Dezember 2008
Die Cricket-Bewerbe und das Tripple-Mixed wurden dann am Sonntag um 10 Uhr parallel gestartet. Es konnte jeder selbst entscheiden, welchen Bewerb er spielen will.
Der Tripple-Bewerb dauerte dann etwas länger, da eine Begegnung aus Fairnessgründen (es wurde aus Zeitnot von 701 auf 501 verkürzt) wiederholt werden musste. Da wir vom Busfahrer des österreichischen Teams erfuhren, dass er um 16.00 Uhr abreisen will, gerieten wir abermals in Not.
Um ca. 15.30 Uhr begann dann die Siegerehrung, in der sich besagter Buschaffeur dann leider in den Mittelpunkt rücken musste. Er störte mitten um 16.00 Uhr die Siegerehrung, die noch genau 10 Minuten gedauert hätte und die Reisemitglieder des österreichischen Teams mussten unverzüglich die Siegerehrung verlassen. Eine wirklich unnötige Aktion, auch wenn man die gesetzlichen Verpflichtungen der Reisegesellschaft berücksichtigt. Es waren 10 (!!!) Minuten.
Fazit aus der ersten EDF-Veranstaltung: Trotz vieler Pannen haben sowohl Spieler, als auch Verbandsverantwortliche zufrieden die Heimreise angetreten und uns allen war klar, dass - mit vielen Verbesserungen - ein solches Event unbedingt bald wieder stattfinden muss. Es sind alle Verbandsvertreter auch andere Nationen eingeladen, an unseren Veranstaltungen teilzunehemen.
Bericht: Wolfgang Huber